Bandgeschichte
1990 – 2001
Aus dem Synthie-Pop der 80er Jahre aber ziehen The Second Sight ihre musikalischen Wurzeln, von Bands wie Kraftwerk, Human League, A-ha, Erasure,vor allem aber Depeche Mode. Die Basis ihres Sounds bildet eine interessante Mischung aus synthetischen Klängen und Gitarrenelementen. Ihre Eigenständigkeit erzielen The Second Sight durch ihre selbstkreierten Klänge, die im eigenen Tonstudio entstehen sowie die expressiv-dunkle Stimme des Sängers Alex. In den 90’er Jahren veröffentlichte die Band mehrere Singles und Alben, und war massiv in Sachen Live-Auftritte unterwegs. Nach einer erfolgreichen Tour im Jahre 2000 mit der damals bekannten Synthie-Pop-Band And One veröffentlichte The Second Sight 2001 ihr bislang letztes Album „From the Dark into the Sun“ bei der EMI. Parallel lief die Single „Tomorrow“ auf vielen Radiostationen. So auch beim SWR, wo die Band dann auch auf dem Festival „Arena of Sound“ in Stuttgart vor über 40.000 Zuschauern auftrat.
Danach jedoch löste sich die Band auf. „Es war schwer in diesen Tagen“, erinnert sich Alex, „die Musikbranche zerbröckelte von Woche zu Woche mehr, niemand wollte mehr für Musik bezahlen und 70 Prozent der Labels verschwanden, so beschlossen wir uns, um Job und Familien zu kümmern….“.
2015 – 2018
Doch 14 Jahre nach ihrem Splitt, wir schrieben Ende 2015, taten sie sich wieder zusammen und beschlossen, wieder neue Songs zu komponieren und aufzunehmen. Ihren ersten Track „A Placed Called Home“ schickten sie sogleich an Hans Derer. Der Stuttgarter Musikmanager, von 1980 bis 1990 für die PR von Depeche Mode verantwortlich, managed heute das Plattenlabel 7music. Und auf diesem veröffentlichten sie ihre erste neue Single – genau 28 Jahre nach ihrem ersten Live-Auftritt, der am 28.12.1990 stattfand.
Die ersten Reaktionen darauf können sich wahrlich sehen lassen: Bei am 28.12.2018 veranstalteten Live – Präsentation in Stuttgarts „Soundwerk“ kam es zu Standing Ovations, beim Marktführer Amazon erreichten sie Platz 1 der Bestsellerliste „Alternative“, sowohl die TV-Sender Regio TV als auch „bw Family“ zeichneten Interview-Specials auf, die am 9. Januar 2019 (Regio TV- Puls bzw. 22. Januar 2019 (bw family – „vollWert“) ausgestrahlt wurden. Auch die sonst eher abwartenden Öffentlich-Rechtlichen reagierten prompt: Am 11. 1.2019 waren The Second Sight im SWR 1 zu Gast. „So kanns weiter gehen“, freut sich ein strahlender Dierk Budde.
Am 25. Januar erschien dann auch das Album „Compilation“, das Neuaufnahmen ihrer Songs aus den 90ern erhält.
2019
In den 90er Jahren galten sie als eine der wenigen Elektro-Pop Bands, die von ihren Vorbildern Depeche Mode musikalisch akzeptiert und ernstgenommen wurden: The Second Sight. Gegründet in Esslingen erspielten sie sich mit elegant-elegischen Songs a la „Tomorrow“ und hunderten Auftritten eine durchaus ansehnliche Fanbase. „Very ambitious“, meinte auch Alan Wilder anerkennend, als ihm anlässlich eines Auftritts in Stuttgart zwei Songs vorgespielt wurden. Nach einer längeren Platten-Pause melden sich Keyboarder Dierk und Sänger Alex jetzt überraschend zurück: „A Place Called Home“, erste Single ihres kommenden Albums schlich sich als atmosphärisch dichter Hörfilm ans Ohr. Und obschon die Band Anklänge an die große Zeit des Synthie-Pop der 80er Jahre nicht verleugnet, ist dies ein Song, der nicht zuletzt auch wegen seines textlichen Inhalts in die Zeit passt – und für Aufsehen auch in der Radiolandschaft des Jahres 2019 sorgen kann. In den Alternative Charts beim Branchenführer Amazon jedenfalls jettete er sogleich von 0 auf 1.
Nach sensationellen Reaktionen zum ersten Track, ging es am 26.07.2019 mit der zweiten Single „Make it on your own“ an den Start. Begleitet wurde die Single von einer massiven Promotionkampagne.
Update: Schon in den ersten zwei Tagen schon über 10.000 Klicks nur auf den Single-Ankündigungstrailer auf der FB Bandpage. Zuwachsraten der Abonnenten über 1.000 p. Monat die letzten drei Monate konstant. Spotify steigt auf über 10.000 mtl. Hörer. Und das bei einer Band die gerade erst wieder startet….
Das neue Album „In the Grey“ wurde am 22.11.2019 veröffentlicht.
2020
Im Jahr 2020 schreibt der Orkus über The Second Sight. Das Album „Into The Grey“ steigt in die DAC Charts ein und wenig später auch die neue Single „History“. Da bedingt durch den Corona-Virus keine Live-Auftritte möglich sind, leistet The Second Sight Beiträge zum ersten virtuellen Stuttgart-Schwarz-Festival und zum Darkstream-Festival. Am 15.08.2020 findet der nächste Live-Auftritt in Jena statt.
Pünktlich vor dem Konzert in Jena veröffentlichen The Second Sight ihre nächste Single „Midnight Sun“ am 14.08.2020. Der Song kann über viele Anbieter gestreamt werden. Damit schlägt die Band, nach dem sehr erfolgreichen Album „In the Grey“ von 2019, das nächste Kapitel von neuen Songs auf, mit dem Ziel Anfang 2021 ein neues Album zu veröffentlichen. Wir hoffen der Song gefällt Euch.
2021
2023
2023 schlagen The Second Sight ein neues Kapitel auf und widmen sich einem ganz besonderen Stück Musikgeschichte. Gemeinsam mit Jan Hammer entsteht eine neue Version seines legendären „Crockett’s Theme“. Der Song, untrennbar mit dem Sound und dem Lebensgefühl der 80er Jahre verbunden, passt dabei wie selbstverständlich zu den musikalischen Wurzeln von The Second Sight.
Mit „Crockett’s Theme ’23“ verbindet die Band den charakteristischen Klang des Originals mit ihrem eigenen Sound und schlägt damit einmal mehr die Brücke zwischen den elektronischen Einflüssen ihrer Anfangstage und The Second Sight von heute.
2024
2024 folgt mit „Send Me An Angel (Mix ’24)“ eine weitere Veröffentlichung. Gleichzeitig rückt das Live-Spielen wieder stärker in den Mittelpunkt.
Und dabei schließt sich ein Kreis: The Second Sight gehen gemeinsam mit And One auf Tour. Bereits im Jahr 2000 waren beide Bands zusammen unterwegs – nun stehen sie mehr als zwei Jahrzehnte später erneut gemeinsam auf der Bühne.
Für Alex und Dierk ist diese Tour deshalb weit mehr als nur eine Reihe von Konzerten. Sie verbindet zwei unterschiedliche Kapitel der eigenen Bandgeschichte miteinander und zeigt zugleich, dass The Second Sight auch nach all den Jahren wieder dort angekommen sind, wo Musik unmittelbar wird: auf der Bühne und vor dem Publikum.
2025
Auch 2025 bleiben The Second Sight nicht stehen. Mit „World of Madness“ und „Pretty Talk“ erscheinen gleich zwei neue Songs, die den Weg der Band konsequent fortsetzen.
Dabei geht es längst nicht darum, einfach den Sound vergangener Jahrzehnte zu reproduzieren. Die musikalischen Wurzeln im Synthie- und Electro-Pop sind weiterhin deutlich hörbar, treffen aber auf aktuelle Produktionen und neue Klangfarben.
Eine davon ist für Synthpop eher ungewöhnlich: das Flügelhorn. Bereits beim Amphi Festival 2025 setzt die Band das Instrument live ein und erweitert damit ihr elektronisch geprägtes Klangbild um einen warmen, organischen Gegenpol. Gerade im Zusammenspiel mit Synthesizern und elektronischen Flächen entsteht ein Kontrast, der inzwischen zu einem besonderen Element im Sound von The Second Sight geworden ist.
Ein weiterer Höhepunkt folgt am 20. September 2025: The Second Sight stehen gemeinsam mit Joachim Witt auf der Bühne und begleiten eine seiner seltenen Einzelshows des Jahres 2025.
Ein Künstler, der wie kaum ein anderer für Eigenständigkeit, Wandel und jahrzehntelange Präsenz in der deutschsprachigen Musiklandschaft steht, trifft dabei auf eine Band, deren eigene Geschichte mittlerweile ebenfalls mehr als drei Jahrzehnte umfasst.
Und wieder zeigt sich: Die zweite Geschichte von The Second Sight, die 2015 nach 14 Jahren Pause begann, ist längst keine kurze Wiedervereinigung mehr.
Sie geht weiter.
2026
Und auch 2026 wird die Geschichte live und musikalisch weitergeschrieben.
Das Flügelhorn, das bereits 2025 seinen Weg auf die Bühne gefunden hat, bleibt dabei Teil des erweiterten Sounds der Band. Ein Instrument, das im Synthpop alles andere als selbstverständlich ist und gerade deshalb gut zu einer Band passt, die sich nie darauf beschränkt hat, vertraute Klangbilder einfach zu wiederholen.
Im September 2026 gehen The Second Sight gemeinsam mit Silke Bischoff auf Tour. Zwei Namen, die ihre ganz eigene Geschichte innerhalb der deutschen Alternative- und Dark-Music-Szene geschrieben haben, treffen damit aufeinander.
Für The Second Sight setzt sich damit eine Entwicklung fort, die sich in den vergangenen Jahren immer deutlicher gezeigt hat: neue Musik veröffentlichen, die eigene Vergangenheit nicht verleugnen und gleichzeitig immer wieder neue Kapitel hinzufügen.


